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Texte, die ChatGPT über Sie weitergibt

Der einzige Texthebel mit peer-reviewter Studienlage. 10.000 Anfragen, +22 bis 41 % – und Seiten um Position fünf gewinnen am meisten.

Es gibt genau einen Texthebel in diesem Feld, für den eine peer-reviewte Studie vorliegt, und er ist erfreulich unglamourös: Zahlen, Zitate und Quellen im Text.

Die Arbeit „GEO: Generative Engine Optimization" von Aggarwal, Murahari, Rajpurohit, Kalyan, Narasimhan und Deshpande (Princeton und IIT Delhi, veröffentlicht auf der ACM-SIGKDD-Konferenz) hat neun Optimierungsmethoden über rund 10.000 Anfragen in neun Datensätzen geprüft. Ergebnis: Sichtbarkeit in generativen Antworten stieg um 22 bis 41 Prozent, wobei das Einfügen von Statistiken mit rund 41 Prozent am stärksten wirkte. Zitate und Quellenangaben lagen in ähnlicher Grössenordnung.

Was nicht wirkte: Keyword-Stuffing. Die Disziplin, die zwanzig Jahre lang halbe Agenturen ernährt hat, ist hier ohne messbaren Effekt.

Der Befund, der für den Mittelstand entscheidend ist

Nicht die 41 Prozent. Sondern die Verteilung: Seiten um Position fünf gewannen bis zu 115 Prozent Sichtbarkeit, Seiten auf Position eins fast nichts.

Das ist die seltene Konstellation, in der ein Hebel den Kleineren mehr bringt als dem Grossen. Wer in seiner Region bereits die bekannteste Arbeitgebermarke ist, holt damit wenig heraus. Wer als Zwölfter von zwanzig geführt wird, holt am meisten heraus – und zwar mit Textarbeit, nicht mit Budget.

Was „zitierfähig" praktisch heisst

Nicht zitierfähigZitierfähig
„Wir bieten attraktive Vergütung."„Servicetechniker starten bei uns zwischen 52.000 und 61.000 Euro im Jahr, je nach Erfahrung, plus Auslöse nach steuerlichen Pauschalen."
„Kurze Wege, flache Hierarchien."„Der Serviceleiter entscheidet über Einstellungen selbst; zwischen erstem Gespräch und Vertrag liegen bei uns im Schnitt elf Tage."
„Moderner Maschinenpark."„Vierzehn Bearbeitungszentren, davon neun mit Heidenhain-Steuerung, Baujahre 2018 bis 2025."
„Wir investieren in Weiterbildung."„Jeder Techniker hat ein Weiterbildungsbudget von 1.500 Euro im Jahr; 2025 haben elf von 22 einen Lehrgang besucht."

Die rechte Spalte hat eine Eigenschaft, die die linke nicht hat: Sie lässt sich als Satz herausnehmen und wiedergeben, ohne dass Kontext fehlt. Das tut ein Sprachmodell.

Der Preis dafür ist Verbindlichkeit. Wer 52.000 bis 61.000 hinschreibt, kann es im Gespräch nicht mehr wegdiskutieren. Das ist kein Nachteil – es ist derselbe Mechanismus, der die Bewerbung besser macht, und seit Juni 2026 ohnehin zum Teil verpflichtend: Gehalt in der Stellenanzeige.

Die vier Regeln

  1. Jede Kernaussage bekommt eine Zahl. Wenn Sie für eine Aussage keine Zahl finden, ist es meistens keine Aussage, sondern eine Stimmung.
  2. Fremde Zahlen bekommen eine Quelle mit Link. Das ist der zweite gemessene Effekt und nebenbei der Unterschied zwischen einem Fachtext und einem Werbetext.
  3. Eigene Zahlen bekommen einen Stand. „Stand 2026" macht aus einer Behauptung eine überprüfbare Angabe.
  4. Antwortsätze vor Ausschmückung. Die Antwort auf die Frage steht im ersten Absatz, nicht im letzten. Wer sie ans Ende stellt, wird nicht zitiert – die Maschine liest den Anfang.

Wo Sie diese Zahlen hernehmen

Sie haben sie bereits, nur unsortiert. Die Zahl der Techniker im Serviceteam. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit. Die Zahl der Auswärtstage pro Monat. Der Turnus der Rufbereitschaft. Die Zeit zwischen Bewerbung und Rückmeldung. Der Anteil der Auszubildenden, die geblieben sind.

Kein Wettbewerber hat diese Zahlen über Ihren Betrieb, und kein Sprachmodell kann sie erfinden. Wer sie veröffentlicht, hat auf jeder Liste, die eine Maschine erstellt, eine Substanz, die die anderen nicht liefern.

Und die Grenze

Die Studie misst Sichtbarkeit in generativen Antworten. Sie misst keine Bewerbungen und keine Einstellungen. Wer Ihnen aus 41 Prozent eine Bewerberzahl rechnet, überdehnt sie – der Reality-Check zu den Zahlen ordnet ein, was diese Reihe insgesamt tragen kann und was nicht.

Was bleibt: Von allen Massnahmen dieser zwölf Teile ist diese die einzige, die vollständig in Ihrer Hand liegt, kein Budget braucht und deren Wirkung kontrolliert gemessen wurde. Wenn Sie nur eine umsetzen, dann diese.

Zurück zum Anfang: Als Arbeitgeber über ChatGPT Mitarbeiter gewinnen. Was das für Ihre Website konkret heisst, steht auf der Seite zur KI-Sichtbarkeit für Arbeitgeber.


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