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Recruiting-Agentur Preise: die vier Modelle

Erfolgshonorar, Retainer, Setup, Aufbau – und die fünf Vertragsklauseln, die den Preis unter Wasser verändern.

Wer im Maschinenbau Angebote von Recruiting-Anbietern nebeneinanderlegt, hat nach einer Stunde vier Zahlen und keine Vergleichbarkeit. Das liegt nicht an den Zahlen, sondern daran, dass die vier Angebote vier verschiedene Dinge verkaufen. Der erste Schritt ist deshalb nicht die Preisverhandlung, sondern die Sortierung.

Die vier Preismodelle

ModellSie zahlen fürRisiko liegt beiWas nach Vertragsende bleibt
Erfolgshonorar die vermittelte Person, Prozentsatz vom Jahresgehalt dem Anbieter nichts
Retainer Zugang und Kapazität, monatlich, unabhängig vom Ergebnis Ihnen nichts
Setup plus Betreuung Aufbau einmalig, danach monatliche Steuerung plus Mediabudget geteilt unterschiedlich – steht im Vertrag oder eben nicht
Einmaliger Aufbau den Aufbau selbst, danach keine laufende Gebühr Ihnen ab dem ersten Tag Karriereseite, Konten, Zielgruppen, Bewerberdaten

Die Spalte, die in Angeboten nie steht und über die Wirtschaftlichkeit entscheidet, ist die letzte. Zwei Angebote mit derselben Jahressumme sind völlig verschieden wert, wenn eines nach zwölf Monaten einen Aktenordner hinterlässt und das andere eine funktionierende Bewerbungsstrecke auf Ihrer Domain.

Die Frage, die den Retainer entlarvt

Fragen Sie: Wie ändert sich die Monatsgebühr, wenn ich statt einer Stelle vier besetze?

Bleibt sie gleich, bepreist sie nicht Aufwand, sondern Zugang. Das ist legitim – aber dann sollten Sie es wissen, denn es bedeutet: Die Gebühr sinkt nie, egal wie gut es läuft, und sie steigt nie, egal wie viel Sie bekommen. Was üblicherweise mit der Stellenzahl skaliert, ist das Mediabudget, nicht die Agenturgebühr.

Die zweite Frage in derselben Richtung: Was passiert im Monat, in dem keine Stelle offen ist? Läuft die Gebühr weiter, zahlen Sie für Bereitschaft. Bei einem Betrieb mit unregelmäßigem Bedarf ist das über zwei Jahre der größte Einzelposten – und der einzige, über den nie gesprochen wird.

Die Schwelle: ab wann sich Aufbau gegen laufende Gebühr rechnet

Die Rechnung ist einfacher, als Anbieter sie darstellen. Sie brauchen drei Zahlen:

  1. Ihre Einstellungen pro Jahr. Nicht die geplanten – die tatsächlichen der letzten drei Jahre, inklusive Nachbesetzungen.
  2. Die Jahressumme des laufenden Modells (12 × Monatsgebühr, plus Erfolgshonorare, plus Mediabudget).
  3. Den einmaligen Aufbaupreis.

Übersteigt Zahl 2 die Zahl 3 innerhalb der ersten zwölf bis achtzehn Monate, ist der Aufbau die günstigere Variante – vorausgesetzt, das Aufgebaute gehört danach wirklich Ihnen. Das ist keine Meinungsfrage, sondern eine Vertragsklausel. Lassen Sie sich zeigen, wo sie steht.

Für Betriebe mit weniger als etwa zwei Einstellungen im Jahr kippt die Rechnung in die andere Richtung. Dann ist Erfolgshonorar oder Personalvermittlung das ehrlichere Modell – und niemand sollte Ihnen ein System verkaufen, das Sie nicht auslasten.

Die fünf Klauseln, die den Preis unter Wasser verändern

  • Eigentum am Aufgebauten. „Einfaches Nutzungsrecht" ist nicht dasselbe wie Eigentum. Der Unterschied wird sichtbar am Tag der Kündigung.
  • Werbekonten. Laufen sie auf Ihren Namen? Wenn nicht, verlieren Sie mit dem Vertrag auch die Zielgruppen, die über Monate gelernt wurden.
  • Bewerberdaten. Wem gehört der Pool? Wer hier nachgibt, fängt beim nächsten Anbieter bei null an.
  • Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist. Zwölf Monate plus drei Monate Frist sind faktisch fünfzehn.
  • Was „Erfolg" heißt. Bewerbung, Gespräch oder unterschriebener Vertrag – drei Definitionen, drei völlig verschiedene Rechnungen.

Die Zahl, gegen die jedes Angebot antritt

Nicht der Preis des Wettbewerbers, sondern Ihre eigene Vakanz. Bei 106 Tagen, die eine Anzeige im deutschen Maschinenbau im Median offen steht, ist die relevante Frage nicht „ist das teuer", sondern „ist es teurer als ein weiteres halbes Jahr ohne diesen Techniker". Rechnen Sie das einmal aus, bevor Sie verhandeln – mit dem Vakanzrechner.

Wie sich die Postenstruktur bei kanalgetriebenen Modellen im Detail zusammensetzt, steht in Social Recruiting Kosten. Die grundsätzliche Abgrenzung der Anbietertypen in Recruiting-Agentur vs. Personalvermittlung.


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Tragen Sie sich ein. Sobald in Ihrem Gebiet ein Platz frei wird, melden wir uns – mit einer Einschätzung, nicht mit einem Angebot.

Wie es weitergeht

  1. Sie tragen sich mit Postleitzahl und Website ein. Mehr brauchen wir nicht, um Ihr Einzugsgebiet einzuordnen.
  2. Wir melden uns schnellstmöglich – und sagen ab, wenn Ihr Gebiet belegt oder die Stelle nicht besetzbar ist. Ehrlich, bevor Sie Zeit verlieren.
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Systemhaus, keine Agentur

Das letzte Mal, dass Sie für Recruiting eine Dienstleistung bezahlen.

Kein Personalvermittler, keine Retainer-Agentur, keine Zeitarbeit. Wir bauen die Eigenbesetzung einmal bei Ihnen ein und übergeben sie mit Zugängen und Vorlagen. Danach besetzen Sie per Klick – ohne Honorar je Kopf, ohne monatliche Gebühr, ohne uns.

Was mit der Übergabe wegfällt

  • Vermittlungshonorar, 15–25 % vom Jahresgehalt – je Kopf
  • Retainer: monatlich, ohne Ende
  • Zeitarbeitsaufschlag, Kalkulationsfaktor 1,5–2,0
  • Konten, Zielgruppen und Bewerberdaten beim Dienstleister

Was bleibt – in Ihrem Haus

  • Karriereseite auf Ihrer Domain, mit Quellcode und Zugang
  • Anzeigenkonten, Zielgruppen und Motive auf Ihren Namen
  • Bewerberdaten, Vorauswahl und Bewertungslogik
  • Übergabe – die nächste Stelle starten Sie allein

Das Werbebudget zahlen Sie weiter direkt an die Plattform, über Ihre eigenen Konten. Nach dem einmaligen Aufbau fließt an uns nichts mehr – das ist der Unterschied, nicht die Kampagne.

Wie die Eigenbesetzung aufgebaut wird