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1.449 Euro für 30 Tage – und was dabei herauskommt

Der Listenpreis steht fest. Was Jobbörsen tatsächlich besetzen, sagt die Bundesagentur: 21 Prozent. Die eigene Seite: 20 – und kostet nicht jedes Mal neu.

1.449 Euro netto für dreißig Tage. Das ist der Listenpreis eines Stepstone-Pro-Inserats, Stand 2026. Bleibt eine Stelle drei Monate offen, sind das drei Buchungen – rund 4.350 Euro, bevor irgendjemand angefangen hat.

Die Frage ist nicht, ob das viel ist. Die Frage ist, was dafür zurückkommt. Und dazu gibt es Zahlen, die nicht von einer Agentur stammen, sondern vom Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit.

Was Jobbörsen tatsächlich besetzen

Das IAB befragt vierteljährlich Betriebe danach, welche Wege sie bei einer Neueinstellung genutzt haben – und welcher Weg am Ende entscheidend war. Für das Jahr 2025, ausgewertet über 9.342 Arbeitgeber (IAB-Stellenerhebung 1/2026):

Kanalim Suchprozess genutztentscheidend für die BesetzungErfolgsquote
Eigene Homepage70 %20 %29 %
Private Internet-Jobbörsen57 %21 %37 %
Persönliche Kontakte, eigene Beschäftigte48 %27 %56 %

Die ersten beiden Spalten stehen so in der Erhebung. Die Erfolgsquote ist daraus errechnet – entscheidender Weg geteilt durch genutzten Weg –, also unsere Rechnung, nicht die des IAB.

Lesen Sie die mittlere Spalte zweimal. Die Jobbörse, für die Sie zahlen, entscheidet bei 21 Prozent der Einstellungen. Die eigene Website, die Sie einmal bauen, bei 20 Prozent. Und der Weg, der nichts kostet – Empfehlungen der eigenen Leute – bei 27 Prozent, mit der mit Abstand besten Erfolgsquote.

Der einzige Kanal, für den Sie jedes Mal neu bezahlen, liegt damit praktisch gleichauf mit der eigenen Website – und klar hinter den Empfehlungen.

Und bei Ihren Berufen wird es deutlicher

Die Zahlen oben gelten über alle Qualifikationsstufen. Eine ältere, detailliertere Auswertung derselben Erhebung trennt nach Anforderungsniveau – und die Gruppe „Personen mit Berufsausbildung, Techniker und Meister" ist präzise der Bewerbermarkt lokaler Betriebe: Elektroniker, Kfz-Mechatroniker, Fachangestellte, Therapeuten.

In dieser Gruppe führten Internet-Jobbörsen zu 10 Prozent der Besetzungen. Persönliche Kontakte zu 29 Prozent, bei einer Erfolgsquote von 60 Prozent.

Die Daten stammen aus dem Erhebungsjahr 2015 und sind damit älter – das gehört dazugesagt. Was sich seither verschoben hat, ist der Online-Anteil insgesamt nach oben. Was sich nicht verschoben hat, ist die Rangfolge: Persönliche Kontakte liegen 2025 unverändert vorn.

Die Rechnung dahinter

Eine Stellenanzeige erreicht Menschen, die suchen. Nach der EY-Jobstudie sind das ein Viertel der Fachkräfte. Weitere ein Drittel wären wechselbereit, suchen aber nicht.

Sie kaufen also für 1.449 Euro Zugang zu einem Viertel des Marktes. Daran ist nichts unlauter: Es ist genau das Produkt. Nur wird es als „Reichweite" verkauft, und Reichweite klingt nach mehr als einem Viertel.

Dazu kommt ein zweiter Effekt, über den selten gesprochen wird: Wer aktiv sucht, ist nicht der Durchschnitt des Marktes. Eine Fachkraft, die zufrieden ist, gut verdient und im Betrieb gebraucht wird, steht nicht auf Stepstone.

Wann sich das Inserat trotzdem lohnt

Es gibt zwei Fälle, und beide sind real:

  1. Als Beleg, nicht als Kanal. Wer über einen anderen Weg auf Sie aufmerksam wurde – Empfehlung, Anzeige im Netz, Gespräch – sucht danach nach der Stelle, um zu prüfen, ob es sie wirklich gibt. Findet er nichts, wird er misstrauisch. Die Anzeige ist die Bestätigung.
  2. Bei Volumen und niedriger Spezialisierung. Helferpositionen, Aushilfen, Lager – hier ist der aktiv suchende Teil des Marktes groß genug, dass eine Anzeige trägt.

Was sich nicht lohnt: dieselbe Fachkraft-Stelle fünf Mal hintereinander zu buchen und beim sechsten Mal denselben Preis zu zahlen. Nach der zweiten erfolglosen Buchung ist nicht die Anzeige das Problem, sondern die Annahme, dass der Mensch, den Sie brauchen, gerade sucht.

Die Gegenrechnung in drei Zeilen

Stepstone-InseratEigene Karriereseite
Kosten1.449 € je 30 Tage, jedes Mal neueinmalig
Entscheidet bei21 % der Besetzungen20 % der Besetzungen
Nach 12 Monatenabgelaufenläuft weiter
Wem es gehörtStepstoneIhnen

Zwei Kanäle, praktisch derselbe Entscheidungsanteil, entgegengesetzte Kostenkurve. Wer beides hat, nutzt die Anzeige für den Moment und die Seite für die Jahre danach. Wer nur bucht, fängt bei jeder Stelle bei null an – das ist die eigentliche Rechnung, und sie steht in kaum einem Angebot.

Was das für die Reihenfolge Ihrer Ausgaben heißt, steht in Turbo und Motor. Was eine Karriereseite dafür können muss, in Karriereseite erstellen. Und was eine offene Stelle Sie in derselben Zeit kostet, rechnen Sie im Vakanzrechner aus.


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Der nächste Schritt

Drei Betriebe stehen vor Ihnen. Keiner davon arbeitet besser.

Wer in Ihrem Ort sucht, sieht eine Handvoll Namen. Steht Ihrer nicht darunter, ist der Auftrag vergeben, bevor Sie davon erfahren. Im Gespräch sagen wir Ihnen, woran es liegt.

Was in dem Gespräch passiert

  1. Vorher sehen wir nach, wo Sie bei Google und auf der Karte stehen, wer in Ihrem Ort stattdessen genannt wird und was ein Suchender auf Ihrer Seite beantwortet bekommt.
  2. Im Termin gehen wir das zusammen durch – an Ihrer Seite, nicht an Folien. Sie sehen, welche Anfragen Ihnen heute durchgehen und warum.
  3. Am Ende steht, was zu tun ist, in welcher Reihenfolge, und was es kostet. Trägt es sich bei Ihnen nicht, sagen wir ab – das kommt vor.
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