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Fotos, Drohne, Home Staging: was sich rechnet und was nicht

Gute Bilder sind einer der günstigsten Hebel im Verkauf. Wo die Grenze liegt, was eine Drohne rechtlich verlangt – und wann Staging Geld verbrennt.

Bilder gehören zu den günstigsten Hebeln im Verkaufsprozess. Sie entscheiden darüber, ob ein Objekt in der Ergebnisliste angeklickt wird – und alles, was danach kommt, hängt an diesem Klick.

Trotzdem werden Exposés regelmäßig mit Handyaufnahmen bei Deckenlicht bestückt. Die Rechnung dazu ist unangenehm einfach: Ein Fototermin mit einem Fotografen kostet einen Bruchteil der Provision, die am Verkauf hängt.

Was gute Bilder ausmacht

  • Tageslicht. Der wichtigste Punkt, und er kostet nichts außer Terminplanung.
  • Gerade Linien. Stürzende Kanten sind ein typisches Zeichen für eine Handyaufnahme.
  • Aufgeräumt, nicht leer. Persönliche Gegenstände weg, Möbel bleiben – ein leerer Raum wirkt kleiner, nicht größer.
  • Acht bis fünfzehn Aufnahmen. Ausgewählt, nicht gesammelt.
  • Ein Grundriss. Eine der meistgesuchten Angaben.

Drohne: wann sie sich lohnt und was sie verlangt

Eine Luftaufnahme lohnt bei Objekten, deren Wert in der Lage oder im Grundstück liegt: Einfamilienhaus mit Garten, Hof, Mehrfamilienhaus im Bestand, Gewerbeobjekt. Bei einer Eigentumswohnung im dritten Stock bringt sie nichts.

Rechtlich ist sie kein Selbstläufer. Der Betrieb fällt unter die EU-Drohnenverordnung: Registrierung als Betreiber, Kenntnisnachweis je nach Klasse und Gewicht, Haftpflichtversicherung, und Abstandsregeln zu Personen, Wohngrundstücken und Flugverbotszonen. Über fremden Wohngrundstücken ist der Flug ohne Zustimmung regelmäßig unzulässig.

Dazu die Persönlichkeitsrechte der Nachbarn: Aufnahmen, auf denen fremde Gärten, Terrassen oder Personen erkennbar sind, gehören nicht ins Exposé.

Für viele Makler heißt das: nicht selbst fliegen, sondern einen Dienstleister beauftragen, der Nachweis und Versicherung hat.

Home Staging: wo die Grenze liegt

Staging wirkt vor allem bei leerstehenden Objekten und bei solchen, deren Einrichtung stark aus der Zeit fällt. Der Effekt ist weniger der höhere Preis als die kürzere Vermarktungsdauer: Ein Objekt, das kürzer steht, spart dem Eigentümer laufende Kosten und Ihnen Arbeit.

Wann es sich nicht rechnet: bei ohnehin nachgefragten Objekten in guter Lage, die auch ohne verkauft werden. Bei sehr niedrigen Kaufpreisen, wo die Kosten die Provision auffressen. Und bei Objekten mit baulichen Mängeln – dort verschiebt Staging nur den Moment der Enttäuschung auf den Besichtigungstermin.

Die ehrliche Alternative für kleine Budgets: aufräumen, entrümpeln, Wände weiß streichen, Beleuchtung tauschen. Das ist kein Staging, holt aber einen guten Teil des Effekts.

Virtuelle Rundgänge

Sie sparen Besichtigungen mit Interessenten, die nach fünf Minuten wieder gehen. Bei gefragten Objekten mit vielen Anfragen ist das eine echte Entlastung; bei Objekten, die ohnehin schwer laufen, ersetzen sie keinen Termin.

Ein Punkt, der oft übersehen wird: Ein Rundgang zeigt Mängel, die auf ausgewählten Fotos nicht zu sehen sind. Das ist im Zweifel gut – Interessenten, die trotzdem kommen, kommen ernsthaft.

Die Reihenfolge nach Wirkung je Euro

  1. Aufräumen und entrümpeln – kostet nichts außer Überzeugungsarbeit beim Eigentümer.
  2. Professionelle Fotos bei Tageslicht.
  3. Grundriss, wenn keiner existiert.
  4. Drohne, wenn Lage oder Grundstück den Wert tragen.
  5. Home Staging bei Leerstand.
  6. Virtueller Rundgang bei hoher Nachfrage.

Weiterlesen: was ins Exposé gehört · warum die Objektseite Ihnen gehören sollte · was wir für Makler aufbauen.


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  2. Im Termin gehen wir das zusammen durch – an Ihrer Seite, nicht an Folien. Sie sehen, welche Anfragen Ihnen heute durchgehen und warum.
  3. Am Ende steht, was zu tun ist, in welcher Reihenfolge, und was es kostet. Trägt es sich bei Ihnen nicht, sagen wir ab – das kommt vor.
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