Kanzleisoftware für Anwälte: die Fragen vor der Demo
Kanzleisoftware verspricht beA-Anbindung, Fristenkalender und RVG-Abrechnung. Drei Funktionen, die überall gleich klingen – woran sich zeigt, ob sie tragen.
Kanzleisoftware verspricht beA-Anbindung, Fristenkalender und RVG-Abrechnung. Drei Funktionen, die überall gleich klingen – woran sich zeigt, ob sie tragen.
Drei Punkte stehen in den Leistungsbeschreibungen regelmäßig: beA-Anbindung, Fristenkalender, RVG-Abrechnung. Auf dem Papier klingen sie überall gleich. Der Unterschied liegt darin, wie sie gemacht sind – und den sieht man in keiner Funktionsliste.
„Angebunden" kann zweierlei heißen. Entweder die Software öffnet das beA-Postfach und Sie arbeiten dort weiter – dann ist es ein Lesezeichen. Oder eingehende Nachrichten landen automatisch in der richtigen Akte, ausgehende werden aus dem Vorgang heraus versandt, und die Empfangsbekenntnisse werden mitgeführt.
Den Unterschied spürt eine Kanzlei jede Woche. Lassen Sie sich beides vorführen: Eingang und Ausgang, an einer echten Akte.
Die Frage ist nicht, ob es einen gibt, sondern wer eine Frist einträgt und was passiert, wenn niemand sie einträgt. Gute Systeme berechnen Fristen aus dem Vorgang heraus – Zustellungsdatum eingeben, Frist und Vorfrist stehen. Schwache erwarten die Handeingabe und sind damit ein Kalender mit Kanzleilogo.
Zweite Frage: Was passiert bei Abwesenheit? Eine Frist, die nur einem Bearbeiter angezeigt wird, ist in der Urlaubszeit ein erhebliches Haftungsrisiko der Kanzlei.
Der Standardfall kann jeder. Prüfen Sie die Fälle, an denen es hängt: Gegenstandswerte mehrerer Angelegenheiten, Anrechnung der Geschäftsgebühr, Einigungsgebühr, PKH-Abrechnung, Zeithonorar neben gesetzlicher Vergütung im selben Mandat.
Wenn die Software dort ausweicht und auf manuelle Eingabe verweist, rechnet weiterhin ein Mensch – nur mit teurerer Oberfläche.
| Frage | Warum sie zählt |
|---|---|
| Wo liegen die Daten? | Mandatsgeheimnis. Serverstandort, Verschlüsselung und wer beim Anbieter Zugriff hat, gehören schriftlich geklärt – nicht mündlich zugesichert. |
| Wie kommen die Daten wieder heraus? | Vollständiger Export in ein lesbares Format. Ein PDF-Ausdruck der Akten ist kein Export. |
| Wer ist am Freitagnachmittag erreichbar? | Eine Frist, die wegen eines Systemausfalls gerissen wird, ist ein Haftungsfall – nicht eine Unannehmlichkeit. |
Die Lizenz ist oft der kleinste Posten. Dazu kommen Datenübernahme samt Aktenhistorie, der Parallelbetrieb des alten Systems aus Aufbewahrungsgründen und die Schulung. Am schwersten wiegen die Wochen, in denen jede Handlung länger dauert. Wer das nicht einrechnet, wundert sich über das erste Quartal.
Wie Mandanten überhaupt auf die Kanzlei kommen: gesucht wird das Problem, nicht der Anwalt. Und was die Kanzleiseite dafür leisten muss: drei Dinge, der Rest ist Beschäftigung.
Wer in Ihrem Ort sucht, sieht eine Handvoll Namen. Steht Ihrer nicht darunter, ist der Auftrag vergeben, bevor Sie davon erfahren. Im Gespräch sagen wir Ihnen, woran es liegt.
Was in dem Gespräch passiert
Systemhaus, keine Werbeagentur
Einmal aufgebaut, danach instand gehalten. Alles steht unter Ihrer Domain – auch wenn Sie morgen kündigen.
Was nach dem letzten Budgettag übrig ist
Endet mit dem Budget
Bleibt auf Ihrem Namen
8 Wochen Bewegt sich nach Livegang nichts, arbeiten wir ohne Monatsgebühr weiter – bis es sich bewegt. Gemessen jeden Monat, in Google und in den Antworten der KI.
Wie das aufgebaut wird