Handwerker-Website: sechs Dinge, der Rest ist Zierat
Eine Handwerker-Website wird wegen drei Angaben geöffnet, dann wird angerufen. Welche das sind, wo sie stehen müssen und was den Anruf regelmäßig verhindert.
Eine Handwerker-Website wird wegen drei Angaben geöffnet, dann wird angerufen. Welche das sind, wo sie stehen müssen und was den Anruf regelmäßig verhindert.
Wer eine Handwerkerseite öffnet, hat meistens schon entschieden, dass er jemanden braucht. Er sucht drei Angaben und ruft dann an – oder er ruft beim nächsten an.
Die drei Angaben sind: Machen die das, was ich brauche? Kommen die zu mir? Und: erreiche ich jemanden?
1. Die Telefonnummer, oben, als Link. Auf dem Handy muss ein Tippen genügen. Eine Nummer als Bild oder als Text ohne Verlinkung ist auf dem Handy, mit dem viele kommen, unbrauchbar.
2. Die Leistungen einzeln benannt. Nicht „Elektroinstallation aus einer Hand", sondern was tatsächlich gemacht wird: Zählerschrank, Wallbox, Netzwerkverkabelung, Rauchmelder, Störungsdienst. Der Besucher sucht seinen Fall in dieser Liste – und dieselbe Liste ist es, aus der Google und die KI-Systeme ableiten, wofür Sie in Frage kommen.
3. Das Einzugsgebiet, mit Ortsnamen. „Region München" sagt weniger als die Aufzählung der Orte, in die Sie tatsächlich fahren. Wer in Dachau sitzt, sucht nach Dachau.
4. Was Sie nicht machen. Ein Satz, der Zeit spart und selten auf einer Seite steht. Zwei Zeilen darüber, welche Anfragen Sie regelmäßig ablehnen, verhindern die Anrufe, die ohnehin zu nichts führen.
5. Bilder von eigenen Arbeiten. Vier oder fünf reichen. Ein Bild vom fertigen Zählerschrank wirkt mehr als jedes gekaufte Motiv – und es ist erkennbar Ihres.
6. Die offenen Stellen, auf derselben Seite. Nicht weil es zur Website gehört, sondern weil ein Monteur, der wechseln will, zuerst die Firmenseite ansieht. Und weil eine maschinenlesbar ausgezeichnete Stelle in der Google-Stellensuche erscheint, ohne dass ein Anzeigenbudget fließt.
| Was passiert | Warum es Anrufe kostet |
|---|---|
| Kontaktformular statt Nummer | Wer einen Handwerker sucht, will nicht schreiben und warten. Formular als Zusatz, nie als Ersatz. |
| Startseite als Bildergalerie | Sieht gut aus und beantwortet keine der drei Fragen. Der Besucher scrollt und geht. |
| Ladezeit über fünf Sekunden | Unkomprimierte Fotos direkt aus der Kamera. Auf dem Handy im Funkloch bricht der Besuch ab, bevor etwas erscheint. |
| Öffnungszeiten nirgends | Eine der ersten Fragen vor einem Anruf. Sie gehören auf die Seite und ins Google-Profil, gleichlautend. |
Leistungen, Ort, Zeiten und offene Stellen lassen sich zusätzlich in einer festen Form hinterlegen – unsichtbar für den Besucher, lesbar für Google, Bing und die KI-Systeme. Zusammen mit dem Google-Unternehmensprofil stützt das den Kartentreffer, die Angaben direkt im Suchergebnis und die Nennung, wenn jemand ChatGPT nach einem Betrieb in der Gegend fragt.
Auf vielen Handwerkerseiten fehlt sie vollständig – obwohl sie wenig Aufwand macht.
Wie die Seite überhaupt gefunden wird: drei Dinge, der Rest ist Beschäftigung. Woher Aufträge kommen: fünf Quellen. Und was eine Seite kostet: die vier Posten.
Wer in Ihrem Ort sucht, sieht eine Handvoll Namen. Steht Ihrer nicht darunter, ist der Auftrag vergeben, bevor Sie davon erfahren. Im Gespräch sagen wir Ihnen, woran es liegt.
Was in dem Gespräch passiert
Systemhaus, keine Werbeagentur
Einmal aufgebaut, danach instand gehalten. Alles steht unter Ihrer Domain – auch wenn Sie morgen kündigen.
Was nach dem letzten Budgettag übrig ist
Endet mit dem Budget
Bleibt auf Ihrem Namen
8 Wochen Bewegt sich nach Livegang nichts, arbeiten wir ohne Monatsgebühr weiter – bis es sich bewegt. Gemessen jeden Monat, in Google und in den Antworten der KI.
Wie das aufgebaut wird