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Als Subunternehmer reinigen: was bleibt und was es kostet

Subaufträge füllen den Kalender sofort und drücken den Preis. Die Marge, die bleibt, die Haftung, die mitkommt, und die 40-Prozent-Grenze.

Subaufträge sind ein schneller Weg, einen leeren Kalender zu füllen. Ein größerer Dienstleister hat ein Objekt gewonnen, das er selbst nicht abdecken kann, und gibt es weiter. Sie fangen nächste Woche an, ohne Akquise, ohne Angebot, ohne Ausschreibung.

Das ist der ganze Vorteil. Alles andere an dieser Konstruktion arbeitet gegen Sie, und es lohnt sich, das vorher durchzurechnen statt nachher.

Was realistisch übrig bleibt

Der Generalunternehmer hat den Auftrag kalkuliert, seine eigene Marge eingerechnet und gibt den Rest weiter. Der Satz, den Sie als Sub bekommen, liegt also um seine Marge unter dem, was Sie im Direktauftrag verlangen würden.

Ein Rechenbeispiel: Zieht der Generalunternehmer 20 bis 30 % ab, bleiben von einem eigenen Stundenverrechnungssatz von 27,70 € noch 19 bis 22 €. Ihre Kosten je geleisteter Stunde liegen – Lohn plus Sozialabgaben plus bezahlte Nichtarbeitszeit – bei rund 20 €. Die Gemeinkosten sind da noch nicht drin.

Das ist die eigentliche Zahl: Im Subauftrag arbeiten Sie oft zum Selbstkostenpreis und verdienen erst an der zweiten Schicht. Solange die Kolonne sonst stillsteht, ist das trotzdem richtig – eine Stunde zum Selbstkostenpreis ist besser als eine unbezahlte. Als Dauerzustand ist es ein Betrieb ohne Rücklage.

Die Haftung kommt mit

Drei Punkte, die in Subverträgen regelmäßig stehen und die man einmal gelesen haben muss:

Nachunternehmerhaftung beim Mindestlohn. Zahlt Ihr eigener Sub seinen Leuten nicht den Mindestlohn, haftet der Auftraggeber weiter oben. Deshalb verlangt der Generalunternehmer von Ihnen Nachweise – und deshalb müssen Sie dieselben Nachweise verlangen, wenn Sie selbst weitergeben.

Vertragsstrafen bei Qualitätsmängeln. Im Direktauftrag diskutieren Sie mit dem Auftraggeber. Im Subauftrag wird gekürzt, und die Grundlage steht in einem Vertrag, den Sie unterschrieben haben.

Kündigungsfristen, die einseitig kurz sind. Vier Wochen zum Monatsende sind häufig. Sie haben dann eine Kolonne, die auf dieses Objekt eingeplant war.

Das Risiko, das niemand aufschreibt

Sie lernen den Auftraggeber nicht kennen. Der Hausmeister kennt Ihre Leute, aber der Vertrag läuft über den Generalunternehmer – und in den Unterlagen des Objekts steht dessen Name, nicht Ihrer.

Nach zwei Jahren haben Sie ein volles Auftragsbuch und keinen einzigen eigenen Kunden. Fällt der Generalunternehmer weg, weil er das Objekt verliert oder den Sub wechselt, verlieren Sie mit einem Schlag den Anteil Ihres Umsatzes, der dort hing. Das ist derselbe Mechanismus wie bei einem Portal: Der Zulauf ist gemietet.

Wann der Subauftrag richtig ist

  • Am Anfang. Der Betrieb läuft an, die Kolonne muss ausgelastet werden, eigene Akquise braucht Zeit. Genau dafür ist der Subauftrag da.
  • Zum Auffüllen von Lücken zwischen zwei Direktaufträgen – begrenzt und bewusst.
  • Als Einstieg in eine Objektart, die Sie noch nicht können. Klinik, Produktion, Reinraum: Erfahrung, für die Sie sonst niemand beauftragt.

Der Ausstieg

Der Wechsel vom Sub zum Direktauftrag passiert nicht dadurch, dass Sie dem Generalunternehmer den Kunden abwerben – das ist vertraglich meist untersagt und geschäftlich der letzte Zug, den man macht.

Er passiert, indem Sie parallel eigene Auftraggeber aufbauen, während der Sub den Kalender trägt. Konkret: ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit der richtigen Kategorie, eine Seite, auf der die Leistungsarten einzeln stehen, Bewertungen von den Objekten, die Sie betreuen. Das kostet keinen Klickpreis und braucht ein paar Wochen – und deshalb fängt man damit an, während es noch nicht wehtut.

Die Faustregel, die wir Betrieben geben: Kein einzelner Auftraggeber über 40 % des Umsatzes. Wer darüber liegt, arbeitet nicht selbstständig, sondern angestellt ohne Kündigungsschutz.

Weiterlesen: die vier Wege zu eigenen Aufträgen · den eigenen Stundensatz sauber rechnen · wie wir Reinigungsunternehmen auffindbar machen.


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Der nächste Schritt

Drei Betriebe stehen vor Ihnen. Keiner davon arbeitet besser.

Wer in Ihrem Ort sucht, sieht eine Handvoll Namen. Steht Ihrer nicht darunter, ist der Auftrag vergeben, bevor Sie davon erfahren. Im Gespräch sagen wir Ihnen, woran es liegt.

Was in dem Gespräch passiert

  1. Vorher sehen wir nach, wo Sie bei Google und auf der Karte stehen, wer in Ihrem Ort stattdessen genannt wird und was ein Suchender auf Ihrer Seite beantwortet bekommt.
  2. Im Termin gehen wir das zusammen durch – an Ihrer Seite, nicht an Folien. Sie sehen, welche Anfragen Ihnen heute durchgehen und warum.
  3. Am Ende steht, was zu tun ist, in welcher Reihenfolge, und was es kostet. Trägt es sich bei Ihnen nicht, sagen wir ab – das kommt vor.
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Systemhaus, keine Werbeagentur

Eine Agentur lebt davon, dass Ihr Budget weiterläuft.

Einmal aufgebaut, danach instand gehalten. Alles steht unter Ihrer Domain – auch wenn Sie morgen kündigen.

Was nach dem letzten Budgettag übrig ist

Endet mit dem Budget

  • Klickpreise je Besucher
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  • Profile bei Dritten

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  • Website und Quellcode
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