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Die Website einer Steuerkanzlei: zwei Leser, zwei Aufgaben

Mandanten und Bewerber landen auf derselben Seite und suchen Verschiedenes. Was beide brauchen und welche Pflichtangaben fehlen.

Auf der Seite einer Steuerkanzlei landen zwei Sorten Leser. Sie suchen verschiedene Dinge und sollen von derselben Startseite bedient werden: ein Unternehmer, der einen Berater braucht, und eine Steuerfachangestellte, die überlegt, ob sie sich bewirbt.

Viele Kanzleiseiten bedienen den ersten halb und den zweiten gar nicht.

Was der Mandant wissen will, bevor er anruft

  • Nehmen Sie überhaupt neue Mandate an? Die erste Frage, und auf wenigen Seiten steht eine Antwort. Ein klares „Wir nehmen derzeit Mandate in diesen Bereichen an" spart beiden Seiten Telefonate.
  • Passen Sie zu meinem Fall? Handwerksbetrieb, Arztpraxis, GmbH mit Auslandsbezug, Vermietung – wer seine Schwerpunkte nennt, wird von den Richtigen angerufen.
  • Wer ist mein Ansprechpartner? Namen und Gesichter. Eine Kanzlei ist ein Vertrauensverhältnis; eine Seite ohne Menschen verkauft keins.
  • Wie läuft die Zusammenarbeit? Belege per App, Termin per Video, Rückmeldung innerhalb welcher Zeit.
  • Was kostet es? Die Steuerberatervergütungsverordnung gibt den Rahmen vor. Ein Satz dazu, wie sich das Honorar bemisst, nimmt eine große Hemmschwelle vor dem ersten Anruf.

Was der Bewerber wissen will

Nicht dasselbe. Er sucht: welche Software, welche Mandantenstruktur, wie groß das Team, wie die Arbeitszeiten geregelt sind, ob Homeoffice geht, und ob es eine offene Stelle gibt.

Eine Karriereseite mit dem Satz „Initiativbewerbungen sind jederzeit willkommen" beantwortet davon nichts. Eine Seite je offener Stelle beantwortet alles – und wird zusätzlich gefunden, weil danach gesucht wird.

Die Pflichtangaben, die regelmäßig fehlen

Bei Steuerberatern geht das Impressum über die üblichen Angaben hinaus. Hinein gehören unter anderem die gesetzliche Berufsbezeichnung und der Staat, in dem sie verliehen wurde, sowie die zuständige Steuerberaterkammer als Aufsichtsbehörde. Dazu die berufsrechtlichen Regelungen mit einem Hinweis, wo sie einsehbar sind – üblicherweise per Link auf die Kammer.

Dazu die Angaben zur Berufshaftpflichtversicherung nach der Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung: Name und Anschrift des Versicherers und räumlicher Geltungsbereich. Das ist keine Formalie – fehlt es, kann es abgemahnt werden.

Die Schicht, die über den Zulauf entscheidet

Wie die Seite aussieht, entscheidet, ob jemand bleibt. Ob überhaupt jemand kommt, entscheidet etwas, das auf keinem Entwurf zu sehen ist: was im Quelltext über Sie hinterlegt ist.

Suchmaschinen und die Systeme hinter ChatGPT lesen Bilder und Absätze nicht so, wie ein Mensch sie liest. Verlässlich verarbeiten sie hinterlegte Angaben: Art der Einrichtung, Leistungen, Adresse, Öffnungszeiten, Ansprechpartner, offene Stellen. Diese stützen den Eintrag auf der Karte, die Angaben im Suchergebnis und die Nennung in einer KI-Antwort.

Bei vielen Kanzleiseiten fehlt genau diese Schicht. Die Seite ist dann gestalterisch tadellos und in der Suche schwach – und der Unterschied lässt sich in zwei Minuten prüfen, indem man in den Quelltext sieht.

Was Sie weglassen können

Stockfotos mit Taschenrechner und Aktenordner. Den Absatz über „Vertrauen, Kompetenz und Zuverlässigkeit" – das steht auf vielen Kanzleiseiten und sagt nichts. Und die PDF-Sammlung mit Merkblättern aus dem Jahr 2019, die zwei Gesetzesänderungen alt sind: Veraltete Inhalte schaden dem Eindruck mehr, als gar keine es täten.

Wem die Seite gehören sollte

Ihnen. Domain, Quellcode, Zugänge, Inhalte. Das klingt selbstverständlich und ist es bei Kanzleiportalen und Baukästen regelmäßig nicht – dort bleibt die Plattform Eigentümerin dessen, was entsteht, und ein Wechsel bedeutet, von vorn anzufangen.

Die Prüffrage ist einfach: Wenn Sie morgen kündigen, was bleibt stehen? Lautet die Antwort „nichts", haben Sie gemietet.

Weiterlesen: was im Kanzleimarketing erlaubt ist und wirkt · die Stellenseite, die gefunden wird · was wir für Kanzleien aufbauen.


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Der nächste Schritt

Drei Betriebe stehen vor Ihnen. Keiner davon arbeitet besser.

Wer in Ihrem Ort sucht, sieht eine Handvoll Namen. Steht Ihrer nicht darunter, ist der Auftrag vergeben, bevor Sie davon erfahren. Im Gespräch sagen wir Ihnen, woran es liegt.

Was in dem Gespräch passiert

  1. Vorher sehen wir nach, wo Sie bei Google und auf der Karte stehen, wer in Ihrem Ort stattdessen genannt wird und was ein Suchender auf Ihrer Seite beantwortet bekommt.
  2. Im Termin gehen wir das zusammen durch – an Ihrer Seite, nicht an Folien. Sie sehen, welche Anfragen Ihnen heute durchgehen und warum.
  3. Am Ende steht, was zu tun ist, in welcher Reihenfolge, und was es kostet. Trägt es sich bei Ihnen nicht, sagen wir ab – das kommt vor.
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Systemhaus, keine Werbeagentur

Eine Agentur lebt davon, dass Ihr Budget weiterläuft.

Einmal aufgebaut, danach instand gehalten. Alles steht unter Ihrer Domain – auch wenn Sie morgen kündigen.

Was nach dem letzten Budgettag übrig ist

Endet mit dem Budget

  • Klickpreise je Besucher
  • Anzeigen ohne Nachwirkung
  • Portalplätze neben dem Wettbewerb
  • Profile bei Dritten

Bleibt auf Ihrem Namen

  • Website und Quellcode
  • Google-Profil und Karte
  • Stellen bei Google Jobs
  • Inhalte, die die KI zitiert

8 Wochen Bewegt sich nach Livegang nichts, arbeiten wir ohne Monatsgebühr weiter – bis es sich bewegt. Gemessen jeden Monat, in Google und in den Antworten der KI.

Wie das aufgebaut wird